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Jugendarbeit ist keine Mathematik!

In der gestrigen Ausschusssitzung haben wir unter TOP5 den Punkt „Offene Jugendarbeit in Wiesloch; Veränderung der Aufgabenschwerpunkte in Schatthausen und Wiesloch; Beschlussfassung“ beraten und beschlossen.

Hintergrund war der, dass in der 1. Runde der Haushaltsstukturkommission beschlossen wurde bei der Offenen Jugendarbeit 20.000 Euro p.a. einzusparen.

Der Träger der Jugendzentren in Wiesloch ist der Internationale Bund e.V.

In einer vorbildlichen Weise hat der Träger gemeinsam mit der Verwaltung, den Betroffenen (u.a. gab es eine Facebook-Umfrage) und Interessierten in einem transparenten Verfahren ein neues Konzept erarbeitet.

Dieses wurde uns im Ausschuss gestern vorgestellt. Das Angebot des JUZ Schatthausen wird – im Gegensatz zu den Jugendzentren in Wiesloch und Baiertal – nur wenig angenommen. Aus diesem Grund wird der Standort Schatthausen von der Kürzung mit der Streichung einer 50%-Stelle besonders betroffen sein.

Dies ist meines Erachtens bedauerlich, aber die beste Lösung. Das erarbeitete Konzept sieht vor die Räumlichkeiten in Schatthausen zu erhalten, so dass es wieder in der Zukunft, sollte ich ein neuer Bedarf ergeben, genutzt werden kann.

Da dieses Konzept gemeinsam mit den Betroffenen und den Träger transparent und bürgernah erarbeitet wurde, habe ich diesem gestern Abend zugestimmt.

Es gab in der Sitzung eine Diskussion, weil in Schatthausen nun überproportional gekürzt wurde und dies nicht der Bevölkerungsanzahl der Stadtteile entspricht.

Daraufhin habe ich Karl-Heinz Rummenigge zitiert. Dieser meinte mal zu dem damaligen Trainer Ottmar Hitzfeld „Fußball ist keine Mathematik“.

So war mein Kommentar dann zu diesem Einwand zweier Kollegen „Jugendarbeit ist keine Mathematik“

Die Jugendarbeit muss sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren. Hierbei gilt es verschiedene Dinge zu beachten:

  • Wie ist Zielgruppe? Wie groß ist die Zielgruppe?
  • Welches Programm kann man anbieten?
  • Wie ist die Schullandschaft und wie ist die Vereinsstruktur?
  • Wird das Angebot angenommen?
  • Besteht überhaupt Interesse an einem Angebot

Ein Blick in die Bevölkerungsstatistik und das prozentuale verteilen von Geldern ist meines Erachtens nicht zielführend.

Hier ist mein Vertrauen zu den handelnden Personen vor Ort groß genug, um ein von ihnen  erarbeitetes Konzept mitzutragen.

Was ist Eure Meinung? 

V2012-20_TOP5 Offene Jugendarbeit in Wiesloch; Veränderung der Aufgabenschwerpunkte in Schatthausen und Wiesloch; Beschlussfassung

PS Ach, Otmar Hitzfeld war kurze Zeit später kein Bayern-Trainer mehr. Die Aussage von Rummenigge war damals der Anfang vom Ende.

Zu mir:
Eigene (langjährige) Erfahrung in der Jugendarbeit habe ich als Leiter der Ministraten in St. Marien Frauenweiler und als Firmbegleiter gesammelt.

„Das ist erst der Anfang“ – Demo in Altwiesloch

 

Demo in Altwiesloch 22. Juli 2011

Demo in Altwiesloch 22. Juli 2011

Am vergangenen Freitag habe ich zum ersten mal seit einer Ewigkeit wieder an einer Demonstration teilgenommen. In Altwiesloch hat sich eine neue Bürgerinitiative mit dem Namen „Initiativgruppe verkehrsfreieres Altwiesloch“ gegründet. Weiterlesen

„Im Geiste der Gleichberechtigung und Vertragstreue“ – von wegen

Gestern schrieb ich schon einige Zeilen zu dem „Schwarzen Tag für Wiesloch“. Gemeint war als im vergangenen Jahr die Unechte Teilortswahl (UTW) abgeschafft wurde. Es in meinen Augen nicht deshalb ein schwarzer Tag, weil die UTW abgeschafft wurde. Vielmehr ärgere ich mich noch heute über das Wie.

Heute möchte ich jedoch einige Zeilen über den Geist der „Vereinbarung über die Eingliederung der Gemeinde Schatthausen (und Baiertal) in die Stadt Wiesloch“ schreiben. Diese besagte Vereinbarung wurde im Januar zwischen Schatthausen bzw. Baiertal und Wiesloch im Januar 1972 geschlossen. Weiterlesen

Bürgerbeteiligung geht anders oder die traurige Geschichte zur Unechten Teilortswahl

Seit knapp zwei Jahren bin ich nun Stadtrat meiner Heimatgemeinde Wiesloch. Dies macht auch meistens sehr viel Spaß. Besonders spannend war auch die Zeit, weil in diesen zwei Jahren die heißen Eisen der Kommunalpolitik angefasst und angepackt wurden: Fachmarktzentrum, Äußere Helde, Bahnhof Wiesloch-Walldorf, Umgehungsstraße und die Unechte Teilortswahl.

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