Archiv der Kategorie: Stadtentwicklung

Nicht alles was Recht ist, ist auch rechtens.

Nicht alles was Recht ist, ist auch rechtens

Am Ende der Diskussion „Städtebauliche Entwicklung im Gebiet „ehemalige Wellpappe““ gab es noch etwas Aufregung.

Die Vorlage und die Diskussion zeigte, dass es von der Vorsitzenden der Lebenshilfe bereits Gespräche mit dem Investor gab. Was auch nicht schlimm ist.
Die Lebenshilfe leistet einen wichtigen Beitrag in und für unsere Gesellschaft. Aktuell benötigt die Lebenshilfe weitere Unterbringungsmöglichkeiten und sucht eine Möglichkeit Wohnraum zu schaffen.

Auch als Wieslocher Gemeinderat wäre es für mich wichtig diese Plätze in Wiesloch zu schaffen.

Dennoch hätte ich mir gewünscht, Weiterlesen

Leserbrief/Kommentar zum „Bebauungsplan Bahnhofstraße/Güterstraße“ – GR-Sitzung vom 27. Februar 2013

120201 Stadtgalerie Wiesloch (2)

Wieslochs Stadtgalerie

Leserbrief zum Top4 „Bebauungsplan Bahnhofstraße/Güterstraße – weiteres Vorgehen“ der Gemeinderatssitzung vom 27.2.2013 (Vorlage 30/2013) zum Artikel „Stadt lässt Gerichtsurteil auf sich beruhen“ (RNZ, 2.3.2013) und dem Leserbrief „Eine eigentümliche Rechtsauffassung“ (RNZ, 6.3.2013)

Keine Frage! Für die Außenwirkung des Gemeinderates und der Verwaltung ist das Urteils des Verwaltungsgerichtshof suboptimal. Wo Menschen arbeiten passieren Fehler, auch in unserer Verwaltung. Dies ist zwar ärgerlich, aber auch verzeihlich. Nun stellt sich die Frage „was tun?“ Moniert wurde vom Gericht jedoch die 2. Offenlage. Um dem Eindruck es hätte keine Bürgerbeteiligung gegeben entgegen zu wirken, möchte ich an die 1. Offenlage, an der sich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt hatten, erinnern.
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Wiesloch hat eine Stadtgalerie – eine Bereicherung

Vergangenen Mittwoch war die Eröffnung der neuen „Stadtgalerie“. Die Stadtgalerie Wiesloch ist ein Fachmarktzentrum und ist eines der wenigen Themen bei dem sich der Wieslocher Gemeinderat einig war.

Es war gemeinsamer politischer Wille der Fraktionen im Gemeinderat, dass ein Fachmarkzentrum – und eben keine Mall (engl. meist Einkaufszentrum,) nach amerikanischem Vorbild – eine Bereicherung für Wiesloch ist.

Widerstände gab es dennoch. Zum einen von den direkten Anwohnern, die Sorge wegen der Mehrbelastung durch den Verkehr hatten und haben. Zum anderen auch von den Vertretern des Wieslocher Einzelhandels, die ein Ausbluten der Innenstadt befürchteten.

Wie der Verkehr sich entwickelt, muss man nun abwarten. Klar ist aber auch, dass ein solches Zentrum auch Verkehr anzieht. Die Vorteile für die (Gesamt-)Stadt überwiegen meines Erachtens jedoch.

  • Belebung einer brachliegenden Industriefläche im Zentrum von Wiesloch (Stichwort: Stadtentwicklung)
  • Mehr Möglichkeiten zum Einkaufen – für Wieslocher und Auswärtige.
  • weiterer Lebensmittel-Markt in Innenstadtnähe

Seit meinem Start als Gemeinderat (2009) war dieses Thema präsent. Die Ideen und Planungen sind sogar noch älter. Die CDU-Fraktionen, der Wieslocher Ortsverband der CDU und ich persönlich haben im Vorfeld uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt und viele Gespräche und Diskussionen mit den Anwohnern, mit Bürgern, mit der Bürgerinitiative und auch mit dem Einzelhandel geführt.

Viele Planungen und Gutachten wurden gelesen. Nach intensiven und sachlichen Diskussionen im Gemeinderat haben wir, die Gemeinderäte, ein Konzept gefunden, welches gewährleistet, dass keine kleineren Geschäfte in der Stadtgalerie entstehen werden, die den Geschäften in der Innenstadt Konkurrenz machen können. Gegen einen Wettbewerb ist sicherlich nichts einzuwenden. Aber eine Wieslocher Innenstadt mit vielen Leerständen kann und will niemand wollen.

Dies ist auch der Grund weshalb die Stadtgalerie ein Fachmarktzentrum (FMZ) und kein Einkaufszentrum ist.

Alle Rückmeldungen, die ich von Freunden und Bekannten, in den letzten Tagen bekommen habe, sind durchweg positiv. Auch, wenn der Ansturm in den ersten Tagen schon enorm war. Entsprechend gab es auch die ersten Verkehrsprobleme. Dies wird sich jedoch sicherlich in den nächsten Tagen normalisieren. Die größte Freude besteht sicherlich über den neuen Elektromarkt.

Seit einiger Zeit war ja bereits die Fassade zu bewundern. Bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch war ich positiv überrascht, dass das Innere auch sehr gelungen ist. Es macht in meinen Augen durchweg einen guten und ansprechenden Eindruck.

Generalmieter der Stadtgalerie wird die REWE-Gruppe sein. In dem FMZ gib es nun einen Deichmann, einen Tacco, einen DM (worüber sich meine Frau sehr, sehr freut), eine Rutz-Filiale, einen Elektromarkt, eine Apotheke und einen inhabergeführten REWE-Markt (Respekt!).

Suboptimal (diplomatisch formuliert) ist die Verkehrsführung und insbesondere die neue Einbahnregelung in der unteren Hauptstraße (Einbahnstraße von Volksbank in Richtung Sparkasse).

Mein Vorschlag im Gemeinderat in einem halben oder einem Jahr sich anzuschauen, wie sich der Verkehr entwickelt und dann zu überlegen welche Verkehrsführung Sinn macht, fand leider keine Mehrheit. Die SPD, die Grünen und die Freien Wähler wollten stattdessen die modifizierten Verkehrsführungen nach einem Jahr auf den Prüfstand stellen. Aber wie schwer es in der Politik ist Beschlüsse zurück nehmen, hat jeder schon erlebt. Denn dies könnte ja als ein eingestehen eines Fehles gewertet werden.

Der Regionalleiter der REWE fand bei der Eröffnung deutliche Worte zu diesem Thema. Der Kunde stimmt jeden Tag ab und diese Erfahrung wünsche er auch Politiker meinte er sinngemäß. Er sprach auch an, dass sich Bürger bei einer Bürgerbefragung, die Polizei, Wieslocher Gewerbetreibende und verschiedene Gutachten gegen die neue Verkehrsführung aussprachen.

Das Ziel der Befürworter der Einbahnstraßen-Regelung in der Unteren Hauptstraße ist es das FMZ an die Fußgängerzone (gefühlt) anzubinden. Kann und wird dies gelingen? Ich bin skeptisch.  Solange die Stadt kein Geld investiert bzw. investieren kann, um diesen Bereich optisch aufzuwerten, wird sich meiens Erachtens nichts ändern.

Dennoch ist die Stadtgalerien auch ein Gewinn für die Innenstadt. Die paar Meter kann man zu Fuß gehen, auch wenn sich städtebaulich derzeit nichts tun. Dafür hat es aber keine neue Verkehrsregelung bedarft. Für Wiesloch ist der Standort dennoch optimal. Andere Städte und Gemeinden bauen solche Zentren auf die grüne Wiese, an den Stadtrand. Von Wieslochs neuer Stadtgalerie ist man in wenigen Schritten in der Fußgängerzone. Daher war das ehemalige EnBW-Gelände für den Gemeinderat der einzig mögliche Standort.

Es bleibt abzuwarten wie dieses Thema uns in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen wird.

Rhein-Neckar-Zeitung vom 1. Febr. 2012: RNZ 120203 Stadtgalerie_Fachmarkzentrum Eröffnung_Der lange Atem hat sich ausgezahlt

Artikel auf der städtischen Homepage „Aktion zur Eröffnung der „Stadt-Galerie“ am 02.02.2012