Archiv der Kategorie: Kinder- und Jugendliche

Gründe für einen Schulhausneubau

Antwort von Adrian Seidler zum Leserbrief „Zahl lässt frösteln“ von Gerolf Sauer vom 12.3.16. Leider in der RNZ nicht veröffentlicht.

Am kommenden Mittwoch berät der Gemeinderat den Haushalt. Bei vielen Zahlen des Haushalts bekommt einem das Frösteln. Altstadtrat und mein ehemaliger Fraktionskollege Gerolf Sauer, der viele Jahre die Geschicke der Stadt mitgestaltet hat, beklagt in seinem Leserbrief, dass Wiesloch über die Verhältnisse lebt.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Dass die Nachbarkommune in Geld schwimmt und wir als Große Kreisstadt auch für andere Kommunen Aufgaben mit übernehmen, lässt Zweifel am Finanzierungssystem der Kommunen aufkommen. Dass Bund und Land Ideen entwickeln, die die Kommune finanzieren müssen, gehört hier sicherlich auch mit dazu. Schließlich müsste der Gemeinderat – auch die CDU – sich selbstkritisch hinterfragen, ob alle Entscheidungen in der Vergangenheit (auch beeinflusst durch grüne Fundamentalopposition) immer gewinnbringend für die Stadt waren.

Eine wesentliche Aufgabe der Politik ist meines Erachtens die Bildungspolitik. Dies trifft insbesondere auf Wiesloch als Schulstadt zu. Nun haben wir in den letzten Jahren eine Veränderung in der Schullandschaft festgestellt. Darauf hat der Gemeinderat reagiert und unter anderem mit einem Arbeitskreis „Schulentwicklung“ Lösungen und Ideen entwickelt.
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Ja zur Schulentwicklung, zur Gemeinschaftsschule und zur Ganztagesgrundschule

In der letzten Gemeinderatssitzung vor den Sommerferien ging es am 17. Juli unter anderem um die zukünftige Schulentwicklung in Wiesloch.

Bei der Sitzung habe ich für die CDU-Fraktion folgendes Statement gehalten:

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Zu den Verhandlungen mit den Kirchen und für Inklusion

Auch, wenn die Diskussion im Gemeinderat schon einige Tage her, so möchte ich dennoch was zum Thema Verhandlung der Stadt mit den kirchlichen Kindergarten-Trägern. Auch, weil das Thema noch köchelt, wie einige Leserbriefe zeigen.

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Jugendarbeit ist keine Mathematik!

In der gestrigen Ausschusssitzung haben wir unter TOP5 den Punkt „Offene Jugendarbeit in Wiesloch; Veränderung der Aufgabenschwerpunkte in Schatthausen und Wiesloch; Beschlussfassung“ beraten und beschlossen.

Hintergrund war der, dass in der 1. Runde der Haushaltsstukturkommission beschlossen wurde bei der Offenen Jugendarbeit 20.000 Euro p.a. einzusparen.

Der Träger der Jugendzentren in Wiesloch ist der Internationale Bund e.V.

In einer vorbildlichen Weise hat der Träger gemeinsam mit der Verwaltung, den Betroffenen (u.a. gab es eine Facebook-Umfrage) und Interessierten in einem transparenten Verfahren ein neues Konzept erarbeitet.

Dieses wurde uns im Ausschuss gestern vorgestellt. Das Angebot des JUZ Schatthausen wird – im Gegensatz zu den Jugendzentren in Wiesloch und Baiertal – nur wenig angenommen. Aus diesem Grund wird der Standort Schatthausen von der Kürzung mit der Streichung einer 50%-Stelle besonders betroffen sein.

Dies ist meines Erachtens bedauerlich, aber die beste Lösung. Das erarbeitete Konzept sieht vor die Räumlichkeiten in Schatthausen zu erhalten, so dass es wieder in der Zukunft, sollte ich ein neuer Bedarf ergeben, genutzt werden kann.

Da dieses Konzept gemeinsam mit den Betroffenen und den Träger transparent und bürgernah erarbeitet wurde, habe ich diesem gestern Abend zugestimmt.

Es gab in der Sitzung eine Diskussion, weil in Schatthausen nun überproportional gekürzt wurde und dies nicht der Bevölkerungsanzahl der Stadtteile entspricht.

Daraufhin habe ich Karl-Heinz Rummenigge zitiert. Dieser meinte mal zu dem damaligen Trainer Ottmar Hitzfeld „Fußball ist keine Mathematik“.

So war mein Kommentar dann zu diesem Einwand zweier Kollegen „Jugendarbeit ist keine Mathematik“

Die Jugendarbeit muss sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren. Hierbei gilt es verschiedene Dinge zu beachten:

  • Wie ist Zielgruppe? Wie groß ist die Zielgruppe?
  • Welches Programm kann man anbieten?
  • Wie ist die Schullandschaft und wie ist die Vereinsstruktur?
  • Wird das Angebot angenommen?
  • Besteht überhaupt Interesse an einem Angebot

Ein Blick in die Bevölkerungsstatistik und das prozentuale verteilen von Geldern ist meines Erachtens nicht zielführend.

Hier ist mein Vertrauen zu den handelnden Personen vor Ort groß genug, um ein von ihnen  erarbeitetes Konzept mitzutragen.

Was ist Eure Meinung? 

V2012-20_TOP5 Offene Jugendarbeit in Wiesloch; Veränderung der Aufgabenschwerpunkte in Schatthausen und Wiesloch; Beschlussfassung

PS Ach, Otmar Hitzfeld war kurze Zeit später kein Bayern-Trainer mehr. Die Aussage von Rummenigge war damals der Anfang vom Ende.

Zu mir:
Eigene (langjährige) Erfahrung in der Jugendarbeit habe ich als Leiter der Ministraten in St. Marien Frauenweiler und als Firmbegleiter gesammelt.