Archiv der Kategorie: das Leben

Unterstützung für „Gegenpetition zu: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“

Es ist bedauerlich und teilweise auch erschreckend, dass es auch in einem so fortschrittlichen Land wie Baden-Württemberg noch einige (sorry für den Ausdruck) Hinterwäldler gibt, die sich durch mittelalterliches Denken auszeichnen. Ich hoffe mal, dass keiner meiner Freunde die Petition „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ unterschrieben hat.

Wieso will man denn mit einer Petition verhindern, dass Homosexualität künftig ausführlicher im Unterricht behandelt wird. Wie sonst will man eine Basis für Toleranz schaffen? Wo will man den sonst Ängste abbauen?

Es geht doch nicht um „eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen“, wie es die Verfasser der Petition schreiben.
Weiterlesen

Geiz ist nicht geil! – ein Plädoyer für den Fachhandel

Heute wurde mein Leserbrief in der Rhein-Neckar-Zeitung veröffentlicht.

Anlässlich des Schlecker-Aus habe ich mir ein paar Gedanken zu unserem Einkaufs- und Konsumverhalten gemacht.

120609 Geiz ist eben nicht geil.jpg

120609 Geiz ist eben nicht geil.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer das Schlecker-Aus beklagt,
wer der Meinung ist, dass Mitarbeiter von Fast-Food-Ketten besser bezahlt werden sollten,
wer möchte, dass Opel und andere wettbewerbsfähig bleiben,
wer belebte Innenstädte möchte,
wer kompetente Beratung im Fachhandel wünscht, wer Arbeits- und Ausbildungsplätze im Handwerk möchte, und, und, und … –  der sollte in erster Linie das eigene Einkaufs- und Konsumverhalten hinterfragen!

Geiz ist eben nicht geil.

Nicht immer ist die Politik schuld, wenn Unternehmen Pleite gehen. Klar hat in dem aktuellen Fall die Schlecker-Führung den Zeitgeist verschlafen.

Aber tragen wir als Verbraucher nicht auch einen Teil der Verantwortung? Wohin führt uns die ständige Jagd nach immer günstigeren Preisen?

Oma ist die Beste – In liebendem Gedenken und in tiefer Dankbarkeit – Mach es gut

Oma ist und war die Beste

Oma ist und war die Beste

Heute haben wir meiner Oma – Maria Theresia Seidler – das letzte Geleit gegeben. Von daher steht das Gedenken an Sie noch einmal im Vordergund.

Meine Oma entschlief vor ein paar Tagen im stolzen Alter von 92 Jahren. Wow, was für tolles Alter, was für ein Leben. Was hat sich in all den Jahren angesammelt, an Lebenserfahrung, an Freude, an Kummer und und und.

Einen Großteil meiner Kindheit habe ich gemeinsam mit meiner Schwester bei unserer Oma verbracht. Vieles hat sie uns gelehrt, mitgegeben, …

Das Schöne ist, dass Sie 91 Jahren von ihrem Leben fit war. Nachdem sie vergangenen März einen Sturz hatte, hat sie sich von der Operation leider nicht mehr richtig erholt. In den letzten Wochen war es nicht einfach, insbesondere für sie.

Wie es Pfarrer Hafner heute so schön formulierte, hat sie vermutlich selbst gemerkt, dass ihre Kraft nicht mehr ausreicht und so ist sie am 17. Januar 2012 gegen 10 Uhr friedlich eingeschlafen. Ich danke dem lieben Gott, dass meine Schwester und ich in dem Moment bei ihr sein konnte.

Ich bin froh, dass der heutige Tag nun vorüber ist und dass wir ihr einen schönen, würdevollen Abschied im kleinen Kreis geben konnte. Pfarrer Hafner fand tolle, tröstende Worte.

Was bleibt ist die Trauer, der Schmerz. Wie sagt man jedoch so schön „die Zeit heilt alle Wunden“. Und mein (christlicher) Glaube hilft.

So bleib ein letzter Gruß

„In liebendem Gedenken und in tiefer Dankbarkeit.

Machs gut und liebe Grüße an Opa“

_Liedblatt zur Beerdigung von Therese Seidler

.

Paradox unserer Zeit

Manchmal vergisst man im Alltag das Wesentliche.

Das Paradox unserer Zeit ist: 

Wir haben hohe Gebäude, 
aber eine niedrige Toleranz. 

Wir haben größere Häuser, 
aber kleinere Familien. 

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, 
aber unsere Werte reduziert. 

Wir kommen zum Mond, 
aber nicht an die Tür des Nachbarn. 

Wir haben den Weltraum erobert, 
aber nicht den Raum in uns. 

Wir können Atome spalten, 
aber nicht unsere Vorurteile. 

Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die ihr liebt, 
weil sie nicht immer mit euch sein werden.

Sagt ein gutes Wort denen, die euch jetzt voll Begeisterung von unten 
her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden 
und nicht mehr mit euch sein werden. 

Findet Zeit euch zu lieben!

(George Carlin nach dem Tod seiner Frau)

Trauer – In liebendem Gedenken und in tiefer Dankbarkeit

Ich bin nur in einen anderen Raum gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.

Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.

Sprecht mit mir,
wie ihr es immer getan habt.

Gebraucht nie eine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.

Lacht weiterhin über das,

worüber wir gemeinsam gelacht haben.

Betet, lacht und denkt an mich,

betet für mich, damit mein Name im Haus ausgesprochen wird,

so wie es immer war – ohne irgendeine Bedeutung,

ohne die Spur eines Schattens.

Das Leben bedeutet das, was es immer war.

Der Faden ist nicht durchgeschnitten.

Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,

nur weil ich nicht mehr im eurem Blickfeld bin?

Ich bin nicht weit weg,

ich bin nur auf der anderen Seite des Weges

(Verfasser unbekannt)