Zu den Verhandlungen mit den Kirchen und für Inklusion

Auch, wenn die Diskussion im Gemeinderat schon einige Tage her, so möchte ich dennoch was zum Thema Verhandlung der Stadt mit den kirchlichen Kindergarten-Trägern. Auch, weil das Thema noch köchelt, wie einige Leserbriefe zeigen.

In der Sitzung vom 29.2. hatte ich das nachfolgende Statement für die CDU-Fraktion gehalten:

„Vorweg möchte ich sagen noch einmal erinnern, dass Kleinkindbetreuung eine kommunale Pflichtaufgabe ist.

Die CDU-Fraktion begrüßt die nach viele Verhandlungsrunden zustande gekommene Einigung zwischen der Verwaltung und den kirchlichen Trägern der Kindergärten. Nicht nur, wie wir das ‚C‘ im Namen haben. Wir sind vor allem der Meinung, dass die Kirchen eine gute, wichtige Leistung erbringen.

Es geht auch nicht um ein besser oder schlechter, auch nicht um ein teurer oder billiger machen. Kirchen füllen ihre Trägerschaft – mit einem anderen Profil – aus. Dies ist gut so. Und die Nachfrage ist da.

Für die Kirchen ist eine Einigung gut. Ich formuliere es flapsig mit dem Stichwort „Mitgliedergewinnung“.

Aber auch für die Stadt ist es gut, denn wenn es die Kirchen machen, ist billiger als es selbst zu tun.

Ernst sollte man es nehmen, wenn die Kirchen anbieten aus der Kindergartenträgerschaft auszusteigen. Auch Kirchen müssen mittlerweile rechnen. Beispiele von Kommunen in denen sich die Kirchen zurück gezogen habebn, gibt es bereits.

Der vorliegende Vertragsentwurf ist ein das Egebnis eines aufeinander zugehens. Die Rückmeldungen aus den kirchlichen Kindergärten, die wir auf den Vertragsentwurf erhalten haben, sind positiv.

Auch aus diesem Grunde würden wir es begrüßen, wenn der ausgehandelet Vertrag die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit wäre, wie sie jahrzehntelang auch gab.

Dass die Verhandlungen nicht geräuschlos verliefen, ist bedauerlich und sollte sich so in der Zukunft nicht mehr wiederholen.

Von einigen Vorrednern wurde beklagt, dass die kirchlichen Standards höher seien als die des KVJS. Nun muss man auch den Kirchen hier vor Ort zu gute halten werden, dass die Standards an anderen Stellen definiert werden.

Andere sprachen hier von Drohungen und Erpressungen von Seiten der Kirche. Dies entspricht nicht meinem Weltbild und es ist mehr als bedauerlich, wenn andere Räte in solchen Tönen von den kirchlichen Institutionen sprechen.

Bei der SPD fiel der Kommentar „Kinder sind unsere Zukunft“. Bei den Grünen ein ähnlicher Kommentar.

Da verwundert es dann schon, wenn gleichzeitig die höheren personellen Standards der Kirchen beklagt werden. Wer wie die Grünen mit den Worten „Leitung kann auch Gruppenarbeit übernehmen“ argumentiert, sollte häufiger das Gespräch mit Verantwortlichen suchen.

Der OB hat in seinen Eingangsworten aufgeführt, dass es keinen Sieger und keinen Verlierer gibt. Es ist ein Kompromiss.“

 

Thema Inklusion 

Die Grünen wollten u.a. als Änderung in den Vertrag unter 3.1.2 folgende Formulierung aufgenommen wissen: „Die Kirchengemeinde verpflichtet sich, Kinder mit einer Behinderung gemäß den Erfordernissen und Festlegungen im aktuellen Kindergartenbedarfsplan in den von ihnen betriebenen Einrichtungen aufzunehmen oder eine Kooperation mit einem Träger der Behindertenhilfe einzugehen.“

 

Unter 3.1.2 heißt es in dem Vertrag „Die Kirchengemeinde verpflichtet sich, Kinder ohne Rücksicht auf ihr Bekenntnis und ihrer Nationalität im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze und nach Maßgabe ihrer jeweiligen Ordnungen aufzunehmen.“

Ich meinte dazu, dass Kinder Kinder sein, egal welcher Herkunft und egal, ob mit oder ohne Behinderung. Da haben einige „Kollegen“ direkt einen Angriffspunkt gesehen. So funktoniert es halt in der Politik – sogar auf der kommunalen Ebene.

Ich bin nicht gegen Inklusion. Ich bin auch dafür, dass Kinder mit Handicap mit Kindern ohne Handicap gemeinsam spielen, lernen und Spaß haben. Aber muss man dies schriftlich fixieren? Müsste dies keine Selbstverständlichkeit sein? Ich meine ja.

Dass dies nun schrifltich fixiert werden soll, stört mich in keinster Weise.

 

Bezeichnend aber, wie einem das Wort im Mund umgedreht werden kann.

Ein Gedanke zu „Zu den Verhandlungen mit den Kirchen und für Inklusion

  1. Shaikh

    Mein Sohn geht nach 4 verschiedenen Schulen ,dabei auch 3 Jahre Sonderschule , jetzt lendich in die Schule wo er glfccklich ist. Habe 5 Jahre geke4mpft . Als er mit 11 Jahren Asperger Syndrom diagnostiziert bekam ,durfte er lendich mit einer Integrationshilfe auf eine ,,hauptschule. Andere Schulen hatten ihn abgelehnt .: Begrrfcndung . Sie we4ren nicht ,,geeignet einen Schfcler mit Integrationshilfe aufzunehmen.NAchdem die Hauptschul Kalssenlehrerin es durch Mobbing fertiggebracht hatte , die Intergrationshilfe von der Schule verweisen zu lassen , lies ich unseren Sohn die Schule wechseln . ein Grundschullehrer lies eine Sonderschulfcberprfcfung anorden weil er der Meinung war : Er ist sogar zu blf6d zur Mfcllabfuhr zu gehen . das sagte er zu unserem Sohn direkt.die dcberprfcfung ergab,dass er nicht lernbehindert ist ,so dass uns nur eine Sonderschule ffcr verhaltensauffe4llige Kinder blieb ,wo er 3 Jahre , den ganzen Tag hinging. Das ist ffcr ein autistisches Kind sehr belastend. Auch ffcr unsere Familie ,da wir abends keine zeit mehr mit ihm verbringen konnten da er fix und fertig war.Das zum Thema ,,zusammen lernen Jetzt ist er auf einer IGS und glfccklich. hat gute Noten und wird unterstfctzt.Wieso mudf man sowas ,, mitmachen ?

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